Montag, 17. Juni 2013

Betrachtungen zum deutschen Fußball

Die U21-EM ist vorbei und es wurde wunderbarer Fußball geboten, von den anderen, nur nicht von Deutschland. Hier geht wohl wieder eine Entwicklung an uns vorbei. Spanien zeigt einmal mehr, wo der Hammer hängt. Schuld sind daran auch eklatante Fehler in der Führungsebene des DFB. Der Sammer weiß schon, warum er da weg ist. Er wollte sich die Hoffnungslosigkeit dort nicht länger antun. Nach der verkorksten WM 1998 wurden Entwicklungen im Nachwuchs begonnen. Völler wollte auch den Neuaufbau der A-Elf. Der Vizeweltmeistertitel 2002 hat dann vielen den Blick verklärt und alle dachten es ist jetzt wieder gut. Mitten im Neuaufbau wurde Völler zur EM 2004 enorm unter Druck gesetzt, anstatt zu sagen, die EM nutzen wir zum Neuaufbau in Richtung Heim-WM 2006. Die EM 2004 ging bekanntlich total in die Hose. Dann kam es zu einer entscheidenden Wende im deutschen Fußball, Klinsmann kam und brachte den Löw mit. Es kam auch der Teil-Erfolg. Die deutsche Elf spielte sich mit gutem Fußball in die Herzen der Fans. Aber auch hier wurden im Halbfinale taktische Fehler gemacht, die, gepaart mit Pech, zur Niederlage gegen Italien führten. Nie war es so einfach Weltmeister zu werden. Löw hat den ersten Matchpunkt vergeben Kommen wir nun zum weiteren Verlauf: EM 2008 Finale gegen Spanien Hier muss man ganz klar sagen, Deutschland war noch nicht reif für den Titel. Trotzdem schien die Mannschaft taktisch falsch eingestellt gewesen zu sein. Deutschland präsentierte Angsthasenfußball, was sicherlich auch am Trainer lag. U21 EM 2009 EM Titelgewinn, Danach war die sogenannte goldene Generation geboren WM 2010 WM wieder Spanien und wieder kein Biss. Diese taktische Fehlleistung muss man Löw anlasten. Deutschland spielte mutlos. Das war der zweite Matchpunkt dewn Löw vergeben hat. EM 2012 wieder Spanien, Gegen Italien gab es riesige taktische Fehler von Löw, die er bis heute nicht öffentlich aufgearbeitet hat. Das war der dritte vergebene Matchpiont Löw sonnt sich im Erfolg, ja welcher Erfolg denn? Wir haben seit 1996 keinen großen Titel mehr gewonnen, das sind 2014 20 Jahre. Es wird auf jeden Fall die längste Periode ohne Titel sein. Und der Manager Bierhoff schreibt den Titel jetzt schon ab. 54 18 Jahre (einmal Vizeweltmeister, einmal WM-Dritter) -->72 2 Jahre --> 74 6 Jahre--> 80 10 Jahre (2 mal Vizeweltmeister) -->90 6 Jahre (einmal Vizeeuropameister)--> 96 -----> 20, 22 Jahre (einmal Vizeweltm., einmal Dritter, einmal Vizeeuropameister, einmal EM-Dritter)--> ????? Der DFB wird arrogant, weil er den Nachwuchs vernachlässigt, ja sogar für eine sinnlose Amerikareise opfert. Nun stehen wir wieder deppert da. Nun kommt auch noch Jupp Heynckes und spricht Klartext. "Das Champions-League-Finale mit Dortmund und Bayern zeigt, welche Klassespieler wir haben, dazu kommen die Spieler im Ausland. Deshalb müssen wir das Ziel klar definieren und artikulieren: Wir wollen Weltmeister werden. Mit dieser selbstbewussten, nicht überheblichen Haltung müssen wir nach Brasilien", sagte Heynckes in einem Interview mit dem "Kicker". Der 68-jährige scheidende Trainer des FC Bayern fordert von Bundestrainer Joachim Löw und Team-Manager Oliver Bierhoff einen offensiveren Umgang mit den eigenen Titelansprüchen. Sonst, so schwingt es in seiner Aussage mit, werde es wieder nichts mit einem großen Titel. Wie bei der EM 2008 und 2012 und der WM 2010. http://www.t-online.de/sport/fussball/wm/id_63888502/ziel-definieren-jupp-heynckes-setzt-joachim-loew-unter-druck.html Leider hat Heynckes auch als Nationaltrainer abgesagt. Die Bundesliga entwickelt sich zur stärksten Liga der Welt. Für die Nationalmannschaft ist das eher nachteilig → Handball Jetzt noch das Theater um den Sportdirektor. Genau daran gehen wir kaputt. Ich hatte mal einen Traum: Deutschland schlägt Brasilien im Maracana 2014 mit 2:0 und wird Weltmeister. Ich glaube diese Seifenblase ist jetzt schon zerplatzt.

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